was ist eine Mala?

Mala bedeutet im Sanskrit: heiliger Kranz! 108 Perlen aus Edelsteinen oder edlen Samen schließen sich zu einer Kette zusammen, wobei die Guruperle oder -Münze das Mala vollendet. 108 ist im Buddhismus und Hinduismus eine heilige Zahl. Denn die Lehren und Ansichten Buddhas wurden in 108 Bänden des Kanjur festgehalten, viele Buddhistische Gebetstempel sind auf 108 Säulen errichtet. Auch im Hinduismus spielt die Zahl 108 eine wichtige Rolle, denn hier gibt es insgesamt 108 Götter und die einzelnen Perlen einer hinduistischen Mala stellen jeden einzelnen Gott dar. Die sogenannte Guru-Perle ist zugleich das Symbol für den Anfang und das Ende und macht die Mala somit unendlich! 

 

Anwendung der Mala:

Halte die Mala in der rechten Hand, wobei die Gebetsperlen entweder über den Mittel- oder den Ringfinger (den Zeigefinger nicht verwenden, gilt als Ego-Finger) gleiten und später mit dem Daumen gezählt werden. Achte darauf, dass die Perlen nicht über den Boden schleifen.

Tipp: Laß die Perlen in die linke Hand sinken, während Du sie mit der rechten Hand zählst.

Das Zählen (man "zählt" nicht wirklich, die Perlen übernehmen das für uns) oder Besprechen der Gebetsperlen mit dem Mantra, beginnt bei der Perle, die sich neben der Guru-Perle befindet. Nach jedem Mantra gleite mit dem Daumen eine Perle weiter. Kommst Du wieder zur Guru-Perle, zähle und überspringe sie nicht, sondern wende die Mala und beginne die nächste Runde mit der Perle, mit der Du die vorherige Runde beendet hast und gleite so wieder weiter von Perle zu Perle. Wiederhole deine Gebets- oder Mantrarunden solange, bis du dich wieder aufgeladen, frisch und voller Glück fühlst.